Spezialisierung 1

Adipositas – nachhaltig & medizinisch fundiert

Wenn Sie schon mehrfach abgenommen und wieder zugenommen haben, dann ist nicht „Disziplin" das Problem – sondern fast immer der Plan.

Adipositas ist eine chronische Erkrankung, die ein langfristiges Konzept braucht: Anpassung des Stoffwechsels, Sättigung, Eiweiß-Versorgung, Bewegung und der Umgang mit Hunger, Stress und Routinen. Crash-Diäten verschlechtern langfristig fast immer die Ausgangslage.

Was wir gemeinsam tun

  • Realistisches Ziel: 0,5–1 % Körpergewicht pro Woche
  • Strukturierter Plan, der zu Ihrem Alltag passt – nicht zu einer Diät-Schablone
  • Eiweiß-Optimierung zum Erhalt der Muskulatur
  • Bewegungsleitfaden, der mit Ihren Voraussetzungen funktioniert
  • Strategien für Stressfresser, Heißhunger, soziale Anlässe
  • Optionale Begleitung bei medikamentöser Therapie (GLP-1)

Diagnose-Kriterien Adipositas

Adipositas Grad I: BMI 30–34,9 · Grad II: 35–39,9 · Grad III: ≥ 40 (oft Indikation für bariatrische Chirurgie). Bei BMI ≥ 27 mit Begleiterkrankung (Diabetes, Bluthochdruck) ist eine Therapie ebenfalls indiziert.

Typische Erfolge in der Praxis

  • Gewichtsreduktion 5–10 % im ersten halben Jahr
  • Verbesserung Blutdruck & HbA1c
  • Besserer Schlaf, mehr Energie
  • Mehr Sicherheit beim Essen – weniger Schuldgefühle

Individuelle Ergebnisse, keine Heilversprechen.

Olaf Tapken hält einen Fachvortrag zu GLP-1-Rezeptoragonisten und Ernährungstherapie

Häufige GLP-1-Medikamente

Wegovy®Semaglutid
Mounjaro®Tirzepatid
Saxenda®Liraglutid
Ozempic®Semaglutid (Diabetes)

Die ärztliche Verordnung erfolgt durch Ihre behandelnde Ärztin oder Ihren behandelnden Arzt. Ich begleite Sie ernährungstherapeutisch parallel zur Therapie.

Spezialisierung 2

GLP-1-Therapie ernährungsmedizinisch begleiten

Wegovy®, Mounjaro® & Co. wirken stark – aber nur die richtige Ernährung macht den Erfolg langfristig haltbar.

GLP-1-Rezeptoragonisten reduzieren den Appetit. Das ist die gewünschte Wirkung – kann aber zu Mangelernährung, Muskelabbau und Mikronährstoff-Defiziten führen, wenn die Ernährung nicht angepasst wird. Nach Therapieende droht der „GLP-1-Rebound" mit schneller Gewichtszunahme, wenn keine Strategie greift.

Worum es bei der ernährungstherapeutischen Begleitung geht

  • Ausreichend Eiweiß: oft die größte Schwachstelle
  • Versorgung mit Vitamin B12, D, Eisen, Kalzium, Magnesium
  • Strategien gegen typische Nebenwirkungen (Übelkeit, Verstopfung, Sodbrennen)
  • Krafttraining-Empfehlungen zum Muskelschutz
  • Aufbau-Plan für die Zeit nach der Therapie

Wichtig: Ernährungstherapie ist KEIN Ersatz

Ich berate ergänzend zur ärztlichen Behandlung – die Verschreibung und das Monitoring der Medikation bleiben in ärztlicher Hand. Mit Ihrem Einverständnis stimme ich mich mit Ihrer behandelnden Praxis ab.

Spezialisierung 3

Bariatrische Chirurgie – vor und nach der OP

Magenbypass, Schlauchmagen oder Mini-Bypass verändern Ihr Leben. Ohne strukturierte Ernährungstherapie verlieren viele Patienten den Erfolg innerhalb weniger Jahre.

Aus meiner Tätigkeit im Exzellenzzentrum für Adipositaschirurgie kenne ich beide Seiten: die intensive Vorbereitung auf die OP, den postoperativen Kostaufbau in den ersten Wochen, die Stabilisierung im ersten Jahr und die langfristige Begleitung darüber hinaus.

Vor der OP

  • Vorbereitende Ernährungstherapie (oft Voraussetzung der Krankenkasse)
  • Leberverkleinerung durch Eiweißkost in den letzten 2 Wochen
  • Aufbau realistischer Erwartungen an die Zeit nach der OP
  • Strukturierter Antrag bei der Krankenkasse

Nach der OP

  • Phasenplan: flüssig (Woche 1) → püriert → weich → feste Kost
  • Eiweiß-Tracking: Ziel 60–80 g/Tag
  • Vitamin- & Mineralstoff-Substitution lebenslang
  • Umgang mit Dumping-Syndrom, Übelkeit, Stillstand
  • Stabilisierung & Vorbeugung gegen Wiederzunahme

OP-Verfahren im Überblick

Magenbypass (Roux-Y): Stärkste Gewichtsreduktion, intensivste Substitution.

Schlauchmagen (Sleeve): Häufigstes Verfahren, mittlere Substitution.

Mini-Bypass (OAGB): Kürzere OP-Zeit, ähnliches Ergebnis wie Roux-Y.

Die Wahl des Verfahrens trifft Ihre operierende Klinik – ich begleite Sie unabhängig vom Verfahren.

Programm „Bariatrie 360°"

Mein umfangreichstes Programm: 8 Termine über 6 Monate, von der Vorbereitung bis zur Stabilisierung im ersten halben Jahr nach OP.

Zum Programm

Was die Ernährungstherapie nicht leistet

Ernährung kann CED nicht heilen. Aber sie kann:

  • Schübe seltener und milder machen (Studienlage)
  • Mangelernährung und Mineralstoff-Defizite verhindern
  • Lebensqualität deutlich erhöhen
  • Ihr Vertrauen in das eigene Essen wiederherstellen

Die medikamentöse Therapie bleibt zentral. Ich arbeite eng mit Ihrer Gastroenterologie zusammen.

Spezialisierung 4

CED – Morbus Crohn & Colitis ulcerosa

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sind individuell. Was bei einem Crohn-Patienten Schub auslöst, geht beim nächsten ohne Probleme. Genau deshalb braucht es eine persönliche Strategie.

Im Schub

  • Kostaufbau-Schema für akute Phasen
  • Reduktion problematischer Lebensmittelgruppen
  • Sicherstellung der Energie- und Eiweiß-Versorgung
  • Trinkmenge & Mineralstoff-Strategie

In Remission

  • Schrittweiser Wiederaufbau der Verträglichkeit
  • Identifikation persönlicher Triggerlebensmittel
  • Mediterrane / mediterran-mediterrane Kost als Basis (Studienevidenz)
  • Mikronährstoff-Monitoring (Vit. D, B12, Eisen, Zink, Folsäure)

Lebensqualität

  • Strategien für Restaurant, Reisen, soziale Anlässe
  • Notfallplan für unterwegs
  • Gewichtsstabilisierung bei Untergewicht
Spezialisierung 5

Stoffwechselerkrankungen

Diabetes Typ 2, Fettstoffwechselstörungen, Gicht, Insulinresistenz, metabolisches Syndrom: Ernährung ist hier nicht „nice to have" – sie ist die Therapie der ersten Wahl.

Schwerpunkte

  • Diabetes Typ 2: HbA1c senken, Glukosespitzen reduzieren, Medikation oft reduzierbar
  • Fettstoffwechselstörung: LDL- und Triglyceridsenkung durch gezielte Fettqualität
  • Gicht: Purinarme Kost, Gewichtsmanagement, Alkohol- & Zucker-Strategie
  • Insulinresistenz / Prädiabetes: früh handeln, Manifestation verhindern
  • Fettleber (NAFLD/NASH): wirksame Lebensstil-Intervention

Was sich messbar verändern kann

  • HbA1c: − 0,5 bis − 1,5 % möglich
  • LDL-Cholesterin: − 10 bis − 25 % möglich
  • Triglyzeride: − 20 bis − 40 % möglich
  • Harnsäure: deutliche Senkung bei Gicht
  • Leberwerte: Verbesserung binnen 3–6 Monaten

Werte aus der Studienlage und meiner Praxis. Individuelle Ergebnisse variieren.

Spezialisierung 6

Prävention & gesunde Lebensführung

Sie haben (noch) keine Diagnose, aber wollen es so halten? Auch dafür gibt es klare, wissenschaftlich abgesicherte Strategien – ohne Ernährungs-Religion.

Themen, mit denen Sie zu mir kommen

  • Familienanamnese (Diabetes, Herzinfarkt, Krebs) – gezielt vorbeugen
  • Sportliche Leistung & Regeneration (Hobby- bis ambitionierte Sportler)
  • Hormonelle Veränderungen (Wechseljahre, Stoffwechselverlangsamung)
  • Stressreduktion durch Ernährung
  • Energiedichte vs. Sättigung – Gewicht halten ohne Diät

Was Sie nicht bekommen

  • Keine Detox-Versprechen, keine „Entgiftungs"-Konzepte
  • Keine Sonderdiäten ohne medizinische Indikation
  • Keine Nahrungsergänzungsmittel-Empfehlungen ohne Notwendigkeit

Selbstzahler-Pakete

Da §43 SGB V eine Diagnose voraussetzt, sind Präventions-Beratungen meistens Selbstzahler-Leistungen.

Single-Termin[95 €]
3er-Paket[245 €]
5er-Paket[395 €]

Manche Krankenkassen bezuschussen Präventionsangebote nach §20 SGB V – wir prüfen das gemeinsam.

Sie sind sich unsicher, ob Ihr Anliegen passt?

Schildern Sie es mir in 15 unverbindlichen Minuten. Ich sage Ihnen ehrlich, ob ich der richtige Ansprechpartner bin – oder verweise Sie an die richtige Stelle.