Medizinische Spezialisierungen
Ernährungstherapie ist nicht überall gleich. Sechs Schwerpunkte, in denen ich besonders viel Erfahrung habe – aus Klinik und Praxis.
Adipositas – nachhaltig & medizinisch fundiert
Wenn Sie schon mehrfach abgenommen und wieder zugenommen haben, dann ist nicht „Disziplin" das Problem – sondern fast immer der Plan.
Adipositas ist eine chronische Erkrankung, die ein langfristiges Konzept braucht: Anpassung des Stoffwechsels, Sättigung, Eiweiß-Versorgung, Bewegung und der Umgang mit Hunger, Stress und Routinen. Crash-Diäten verschlechtern langfristig fast immer die Ausgangslage.
Was wir gemeinsam tun
- Realistisches Ziel: 0,5–1 % Körpergewicht pro Woche
- Strukturierter Plan, der zu Ihrem Alltag passt – nicht zu einer Diät-Schablone
- Eiweiß-Optimierung zum Erhalt der Muskulatur
- Bewegungsleitfaden, der mit Ihren Voraussetzungen funktioniert
- Strategien für Stressfresser, Heißhunger, soziale Anlässe
- Optionale Begleitung bei medikamentöser Therapie (GLP-1)
Diagnose-Kriterien Adipositas
Adipositas Grad I: BMI 30–34,9 · Grad II: 35–39,9 · Grad III: ≥ 40 (oft Indikation für bariatrische Chirurgie). Bei BMI ≥ 27 mit Begleiterkrankung (Diabetes, Bluthochdruck) ist eine Therapie ebenfalls indiziert.
Typische Erfolge in der Praxis
- Gewichtsreduktion 5–10 % im ersten halben Jahr
- Verbesserung Blutdruck & HbA1c
- Besserer Schlaf, mehr Energie
- Mehr Sicherheit beim Essen – weniger Schuldgefühle
Individuelle Ergebnisse, keine Heilversprechen.
Häufige GLP-1-Medikamente
| Wegovy® | Semaglutid |
| Mounjaro® | Tirzepatid |
| Saxenda® | Liraglutid |
| Ozempic® | Semaglutid (Diabetes) |
Die ärztliche Verordnung erfolgt durch Ihre behandelnde Ärztin oder Ihren behandelnden Arzt. Ich begleite Sie ernährungstherapeutisch parallel zur Therapie.
GLP-1-Therapie ernährungsmedizinisch begleiten
Wegovy®, Mounjaro® & Co. wirken stark – aber nur die richtige Ernährung macht den Erfolg langfristig haltbar.
GLP-1-Rezeptoragonisten reduzieren den Appetit. Das ist die gewünschte Wirkung – kann aber zu Mangelernährung, Muskelabbau und Mikronährstoff-Defiziten führen, wenn die Ernährung nicht angepasst wird. Nach Therapieende droht der „GLP-1-Rebound" mit schneller Gewichtszunahme, wenn keine Strategie greift.
Worum es bei der ernährungstherapeutischen Begleitung geht
- Ausreichend Eiweiß: oft die größte Schwachstelle
- Versorgung mit Vitamin B12, D, Eisen, Kalzium, Magnesium
- Strategien gegen typische Nebenwirkungen (Übelkeit, Verstopfung, Sodbrennen)
- Krafttraining-Empfehlungen zum Muskelschutz
- Aufbau-Plan für die Zeit nach der Therapie
Wichtig: Ernährungstherapie ist KEIN Ersatz
Ich berate ergänzend zur ärztlichen Behandlung – die Verschreibung und das Monitoring der Medikation bleiben in ärztlicher Hand. Mit Ihrem Einverständnis stimme ich mich mit Ihrer behandelnden Praxis ab.
Bariatrische Chirurgie – vor und nach der OP
Magenbypass, Schlauchmagen oder Mini-Bypass verändern Ihr Leben. Ohne strukturierte Ernährungstherapie verlieren viele Patienten den Erfolg innerhalb weniger Jahre.
Aus meiner Tätigkeit im Exzellenzzentrum für Adipositaschirurgie kenne ich beide Seiten: die intensive Vorbereitung auf die OP, den postoperativen Kostaufbau in den ersten Wochen, die Stabilisierung im ersten Jahr und die langfristige Begleitung darüber hinaus.
Vor der OP
- Vorbereitende Ernährungstherapie (oft Voraussetzung der Krankenkasse)
- Leberverkleinerung durch Eiweißkost in den letzten 2 Wochen
- Aufbau realistischer Erwartungen an die Zeit nach der OP
- Strukturierter Antrag bei der Krankenkasse
Nach der OP
- Phasenplan: flüssig (Woche 1) → püriert → weich → feste Kost
- Eiweiß-Tracking: Ziel 60–80 g/Tag
- Vitamin- & Mineralstoff-Substitution lebenslang
- Umgang mit Dumping-Syndrom, Übelkeit, Stillstand
- Stabilisierung & Vorbeugung gegen Wiederzunahme
OP-Verfahren im Überblick
Magenbypass (Roux-Y): Stärkste Gewichtsreduktion, intensivste Substitution.
Schlauchmagen (Sleeve): Häufigstes Verfahren, mittlere Substitution.
Mini-Bypass (OAGB): Kürzere OP-Zeit, ähnliches Ergebnis wie Roux-Y.
Die Wahl des Verfahrens trifft Ihre operierende Klinik – ich begleite Sie unabhängig vom Verfahren.
Programm „Bariatrie 360°"
Mein umfangreichstes Programm: 8 Termine über 6 Monate, von der Vorbereitung bis zur Stabilisierung im ersten halben Jahr nach OP.
Zum ProgrammWas die Ernährungstherapie nicht leistet
Ernährung kann CED nicht heilen. Aber sie kann:
- Schübe seltener und milder machen (Studienlage)
- Mangelernährung und Mineralstoff-Defizite verhindern
- Lebensqualität deutlich erhöhen
- Ihr Vertrauen in das eigene Essen wiederherstellen
Die medikamentöse Therapie bleibt zentral. Ich arbeite eng mit Ihrer Gastroenterologie zusammen.
CED – Morbus Crohn & Colitis ulcerosa
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sind individuell. Was bei einem Crohn-Patienten Schub auslöst, geht beim nächsten ohne Probleme. Genau deshalb braucht es eine persönliche Strategie.
Im Schub
- Kostaufbau-Schema für akute Phasen
- Reduktion problematischer Lebensmittelgruppen
- Sicherstellung der Energie- und Eiweiß-Versorgung
- Trinkmenge & Mineralstoff-Strategie
In Remission
- Schrittweiser Wiederaufbau der Verträglichkeit
- Identifikation persönlicher Triggerlebensmittel
- Mediterrane / mediterran-mediterrane Kost als Basis (Studienevidenz)
- Mikronährstoff-Monitoring (Vit. D, B12, Eisen, Zink, Folsäure)
Lebensqualität
- Strategien für Restaurant, Reisen, soziale Anlässe
- Notfallplan für unterwegs
- Gewichtsstabilisierung bei Untergewicht
Stoffwechselerkrankungen
Diabetes Typ 2, Fettstoffwechselstörungen, Gicht, Insulinresistenz, metabolisches Syndrom: Ernährung ist hier nicht „nice to have" – sie ist die Therapie der ersten Wahl.
Schwerpunkte
- Diabetes Typ 2: HbA1c senken, Glukosespitzen reduzieren, Medikation oft reduzierbar
- Fettstoffwechselstörung: LDL- und Triglyceridsenkung durch gezielte Fettqualität
- Gicht: Purinarme Kost, Gewichtsmanagement, Alkohol- & Zucker-Strategie
- Insulinresistenz / Prädiabetes: früh handeln, Manifestation verhindern
- Fettleber (NAFLD/NASH): wirksame Lebensstil-Intervention
Was sich messbar verändern kann
- HbA1c: − 0,5 bis − 1,5 % möglich
- LDL-Cholesterin: − 10 bis − 25 % möglich
- Triglyzeride: − 20 bis − 40 % möglich
- Harnsäure: deutliche Senkung bei Gicht
- Leberwerte: Verbesserung binnen 3–6 Monaten
Werte aus der Studienlage und meiner Praxis. Individuelle Ergebnisse variieren.
Prävention & gesunde Lebensführung
Sie haben (noch) keine Diagnose, aber wollen es so halten? Auch dafür gibt es klare, wissenschaftlich abgesicherte Strategien – ohne Ernährungs-Religion.
Themen, mit denen Sie zu mir kommen
- Familienanamnese (Diabetes, Herzinfarkt, Krebs) – gezielt vorbeugen
- Sportliche Leistung & Regeneration (Hobby- bis ambitionierte Sportler)
- Hormonelle Veränderungen (Wechseljahre, Stoffwechselverlangsamung)
- Stressreduktion durch Ernährung
- Energiedichte vs. Sättigung – Gewicht halten ohne Diät
Was Sie nicht bekommen
- Keine Detox-Versprechen, keine „Entgiftungs"-Konzepte
- Keine Sonderdiäten ohne medizinische Indikation
- Keine Nahrungsergänzungsmittel-Empfehlungen ohne Notwendigkeit
Selbstzahler-Pakete
Da §43 SGB V eine Diagnose voraussetzt, sind Präventions-Beratungen meistens Selbstzahler-Leistungen.
| Single-Termin | [95 €] |
| 3er-Paket | [245 €] |
| 5er-Paket | [395 €] |
Manche Krankenkassen bezuschussen Präventionsangebote nach §20 SGB V – wir prüfen das gemeinsam.